Alternativmethoden der toxikologischen Prüfung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF):

Unter Alternativmethoden zum Tierversuch gemäß dem 3R-Konzept nach Russel und Burch (1959) sind Testverfahren zu verstehen, die entweder Tierversuche vollständig ersetzen (Replacement) oder – falls dieses nicht möglich ist – zumindest eine Reduzierung der Anzahl der verwendeten Tiere (Reduction) bzw. eine Minderung des Belastungsgrades der Tiere (Refinement) erlauben.

Der deutsche wie auch der europäische Gesetzgeber möchte alternative, nicht an Tieren durchgeführte Testmethoden dem Tierversuch vorziehen. Das Ziel ist Schmerzen, Leiden oder Schäden an Versuchstieren so weit als möglich zu verhindern bzw. zu veringern. Das deutsche Tierschutzgesetz lässt Tierversuche nur dann zu, wenn sie “unerlässlich” sind. Forscher sind verpflichtet, vor jedem Versuchsvorhaben zu prüfen und im Rahmen der Genehmigungsbeantragung darzulegen, ob der verfolgte Zweck nicht durch andere Methoden oder Verfahren erreicht werden kann (§ 7 Abs. 2 TierschG).

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